Dienstag, 15. Mai 2007

Fatale Nähe

Fatale Nähe

Es soll Menschen geben, die in der Einsamkeit verrückt geworden sind... wieder Andere durch zu viel Nähe. Doch was ist in unserer pseudo- anonymen Welt nah, was zu nah und was schon weit entfernt?
Kannte man früher nur Menschen aus seinem direkten Umfeld, so steht heute die gesamte Welt in einer Massenkommunikation wie sie umfassender und gleichzeitig fataler nicht sein könnte!
Möchte ich denn wirklich wissen, wieviele Menschen in Bangladesch ums Leben gekommen sind oder wer grade in Russland die Charts anführt?!?
Im vorletzten Jahrhundert hatten die Menschen einen kleineren, überschaubareren Horizont,
interessant und überlegungswürdig war, was sich vor der eigenen Tür abspielte, doch man musste sich nicht mit Problemen und Sorgen plagen die tausende Kilometer entfernt liegen.
Die heutige Weitsicht eröffnet viele Möglichkeiten, beispielsweise auf dem industriellen Sektor, aber belasten wir uns nicht gleichzeitig mit Dingen die uns ansich nichts angehen?
Ist das Leben, das sich vor unseren Augen abspielt nicht schon kompliziert und verwirrend genug?
Es soll Menschen geben, die gerade vor diesem „direkten“ Leben flüchten, sich in eine „Scheinwelt“ zurückziehen und sich aus Angst und Furcht vor der Realität in eine andere, digitale Welt einlesen und so ein Leben ausserhalb des eigenen Horizonts führen.
Wieder andere versuchen, die Flut an Informationen der Welt zu schmähen und leben ihr eigenes Leben fern ab von Internet und Tagesschau.
Doch die frage der Nähe beschäftigt nicht nur Unternehmer und Soziologen, jeder einzelne von uns hat sich diese Frage wohl schon einmal gestellt und sei es nur in Bezug auf die eigene Beziehung! Ist man sich sehr nah ,räumlich wie geistig, steigt die Gefahr des Selbstverlustes und das Risiko der Verletzung- ist die Tür zur Seele geöffnet ist es nicht mehr schwer das innen liegende zu demolieren- bleibt sie jedoch zu, so ist das Gefühl etwas verpasst zu haben unaufhaltsam. So scheint es, dass die Hürde ,wie so oft, darin liegt den Mittelweg zwischen offener und geschlossener Tür zu finden.
Dies gilt nicht nur für die Beziehung mit dem Lebenspartner, sonder auch für die mit seinen Mitmenschen, der Informationsflut, die der Unternehmen und nicht zuletzt, für die Beziehung zu sich selbst!

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